Selbstverständnis

Wir sind ein Zusammenschluss vielfältiger Menschen, der Geflüchteten eine Unterstützung in rechtlichen, administrativen und sonstigen Fragen und Herausforderungen anbieten will.

Migration ist ein Prozess, mit dem es verantwortungsbewusst und unvoreingenommen umzugehen gilt. Dabei agieren wir als Verein in einem gesellschaftlichen Spannungsfeld ohne (partei-)politische oder weltanschauliche Gebundenheit. Wir engagieren uns mit und für alle Menschen, die uns aufsuchen, ohne Ansehen von Fluchtmotiv, politischer oder weltanschaulicher Einstellungen, Nationalität, Sprache, sexueller Orientierung und Geschlecht oder sonstiger Merkmale.

Wir sehen Freiwilligkeit und Überzeugung als wichtigste Voraussetzungen für motivierte Teilhabe an unserer Vereinsarbeit. Die Mitglieder bemühen sich um eine vereinsinterne Kultur der Verständigung und wollen einen Raum schaffen, in dem eine kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Vorurteilen möglich ist. Unerlässlich dafür ist, dass der Verein offen, transparent und demokratisch strukturiert ist.

Wir lehnen jede Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit ab. Das heißt, wir stellen uns aktiv auch außerhalb des Vereins insbesondere gegen Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie, Antiromaismus, Sexismus, Homophobie und Diskriminierung von körperlich und geistig Benachteiligten. Bestehende Diskriminierungsmuster, die Ausdruck von ungleicher Wertschätzung menschlicher Würde sind, verurteilen wir und wirken darauf hin, dass diese aufgelöst werden.

Die Ausbildung dient der praxisorientierten Vermittlung und Anwendung von fundierten rechtlichen Kenntnissen. Sie ist darüber hinaus darauf angelegt, sich in einem fortdauernden Prozess kritisch mit der Materie des Migrationsrechts und den dahinterstehenden gesellschaftlichen Konflikten auseinanderzusetzen. Die Ausbildung soll interdisziplinär verschiedene Aspekte von Migration beleuchten und fordert auch von den Absolvent*innen eine ständige Weiterbildung.

Die Beratung hat das Verhältnis zwischen Anwält*in und Mandant*in zum Leitbild. Die Übernahme eines Mandats verpflichtet zu langfristigem und zuverlässigem Engagement. Unsere einzige Aufgabe im Rahmen der Beratung ist es, das Begehren der Mandant*innen durchzusetzen.

Dies erfolgt ausschließlich nach den Wünschen und Interessen der Ratsuchenden, damit ihre Selbstbestimmung stets gewährleistet bleibt. Die Berater*innen legen eine auf den Einzelfall bezogene, ehrliche und respektvolle Kommunikation an den Tag und begegnen ihnen aufgeschlossen, um das Entstehen eines Vertrauensverhältnisses zu ermöglichen. Bei Unsicherheiten im Rahmen der Beratung ist unbedingt die Hilfe von qualifizierten und erfahrenen Dritten herbeizuholen.

Wir arbeiten auf unsere Vision einer weltweit konfliktfreien Migration hin. In dem Bewusstsein, dass die Arbeit des Vereins ein kleiner, aber langfristig wertvoller Beitrag ist, wollen wir uns alle tatkräftig an der Umsetzung dieser Ziele beteiligen.

 

— Auch als pdf verfügbar. Stand: 12.01.2016 —